Das Bundesland Thüringen
Thüringen liegt ziemlich zentral in Deutschland. Es ist von den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen, Bayern und Sachsen eingeschlossen. Dieses Bundesland wird auch die grüne Lunge Deutschlands bezeichnet. Seit 1993 trägt dieses Bundesland den Namenszusatz Freistaat. Erfurt ist die Hauptstadt. Geprägt ist Thüringen durch seine Industrie. Rund 75 % der Beschäftigten sind in einem Industrieunternehmen tätig. Die Einwohnerzahl ist dadurch fast stetig steigend. Man findet dort ein gemäßigtes Klima vor. Bereits im Jahr 806 wurden Aufzeichnungen zu einer Stadt in Thüringen, durch Kaiser Karl dokumentiert. Im 16. Jahrhundert wurde Thüringen bekannten durch die Reformation von Martin Luther. Zwei drittel der Bevölkerung gehören keiner Religion an. 26 % der religiösen Menschen bekennen sich zur evangelischen Kirche.
Die vielen bekannten Städte und Sehenswürdigkeiten werden im Kapitel – Urlaubsziel genauer benannt.
Was gibt es in Thüringen zu erleben?
Die Wartburg in Eisenach, vertraut man den Überlieferungen, wurde von Graf Ludwig dem Springen im Jahr 1067 gegründet. Nachweise über die erste Erwähnung sind in einem Buch auf das Jahr 1080 festgeschrieben. Im Dezember 1999 hat die UNESCO die Wartburg als Kulturerbe anerkannt. Besonders interessant für die jungen Besucher ist der Ritt auf den Eseln, der etwa 20 Minuten dauert. Die Barbarossahöhle ist auf dem Kyffhäuser zu besichtigen. Diese wurde erst 1865 von Grubenarbeitern zufällig entdeckt. In ihr befindet sich ein Grottensee. Eine weitere Sehenswürdigkeit stellt die Krämerbrücke dar. Die Gera fließt unter ihr. Sie ist 120 Meter lang und wurde zum ersten Mal 1117 erwähnt. Aus Stein wurde sie, nach wiederholten Bränden, im Jahr 1325 gebaut. Sie ist in Europa die längste mit Wohnhäusern bebaute Brücke. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Erfurter Dom. Im Hochchor befinden sich Glasfenster. 13 der 15 Fenster, im spätgotischem Glasgemäldezyklus, sind noch erhalten. Der barocke Hochaltar misst eine Höhe von 16,5 m und eine Breite von 13 m. Anfang des 21. Jahrhunderts konnte er wieder erfolgreich saniert werden.
Weimar soll bei wichtigen Aspekten von dem Bundesland auch erwähnt werden. Hier findet man die Buchenwaldgedenkstätte, die mit dem Worten über dem eisernen Tor „JEDEM DAS SEINE“, zu einem Rückblick auf die schrecklichen Ereignisse des zweiten Weltkrieges auffordert. Positiver Erinnerungen werden geweckt, wenn man das Goethe Wohnhaus besichtigt. In diesem Haus am Frauenplan verbrachte der Dichter fast 50 Jahre seines Lebens. Das Haus im barockem Baustil ist noch nahezu in dem Zustand erhalten, wie zu Lebzeiten Goethes. Heinrich Ernst August ließ sich in Weimar ein Lustschloss namens Belvedere bauen. Bei einem Besuch dort ist auch eine Orangerie zu bewundern. In Sonnenberg wurde 1901 das Spielzeugmuseum eröffnet. Es gilt heute noch als das älteste und größte Museum dieser Art in Deutschland. Die Kultur auf dem Bereich Theater wird in Thüringen noch sehr gepflegt. Das deutsche Nationalmuseum in Weimar ist als erstes zu nennen. Wer an dieses Bundesgebiet denkt, wird sicherlich auch an die Stadt Altenburg denken. In Bezug auf die Herstellung von Spielkarten, besonders Skat. Seit 1543 wurden dort die Spielkarten hergestellt und 1832 wurde es auf die industrielle Basis umgestellt.



